Die Kita als Bildungsort


Im Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern in Kindertageseinrichtungen (Kinderbildungsgesetz –KiBiz) ist der eigenständige Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag festgelegt.

Bei der Umsetzung des Bildungsauftrages berücksichtigen wir die Bildungsbereiche, die in der Handreichung des Landes NRW zur Entwicklung träger- und einrichtungsspezifischer Bildungskonzepte beschrieben sind:

  1. Bildungsbereich: Bewegung
  2. Bildungsbereich: Körper, Gesundheit und Ernährung
  3. Bildungsbereich: Sprache und Kommunikation
  4. Bildungsbereich: Soziale, kulturelle und interkulturelle Bildung
  5. Bildungsbereich: Musisch-ästhetische Bildung
  6. Bildungsbereich: Religion und Ethik
  7. Bildungsbereich: Mathematische Bildung
  8. Bildungsbereich: Naturwissenschaftlich-technische Bildung
  9. Bildungsbereich: Ökologische Bildung
10. Bildungsbereich: Medien


Die Aufgaben der Erzieherinnen und Erzieher für die gezielte Anregung der kindlichen Bildungsprozesse durchziehen den gesamten Ablauf des Zusammenlebens und Lernens

in der Kita. Die Beteiligung der Kinder an den täglich wiederkehrenden Situationen des Alltags, die Anregung und Erweiterung ihrer Spieltätigkeit, die Bearbeitung von für die Kinder wichtigen Themen z. B. in Projekten, die Gestaltung der Räume und die Materialauswahl, kennzeichnen die zentralen pädagogischen Aufgabenbereiche. Ihre konkrete Ausgestaltung orientiert sich an individuellen Beobachtungen und Dokumentationen der kindlichen Bildungs- und Entwicklungsverläufe.

Der Begriff „Bildung“ umfasst nicht nur die Aneignung von Wissen und Fertigkeiten. Vielmehr geht es in gleichem Maße darum, Kinder in allen ihren möglichen, insbesondere in den sensorischen, motorischen, emotionalen, ästhetischen, kognitiven, sprachlichen und mathematischen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern. Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität ist Grundlage jedes Bildungsprozesses.
(Auszug aus der Bildungsvereinbarung NRW des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen, 2003)


Kinder bilden sich nicht, indem sie fertiges Wissen und Können lediglich von anderen übernehmen, sondern erst dann, wenn sie sich selbst damit auseinandersetzen.

Bildung ist Aneignung. Sie bezeichnet die individuelle Weise, in der sich die Kinder die Welt aktiv aneignen, nach Bedeutung und Sinn suchen.

Ziel der Bildungsarbeit ist es, Kinder in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen und ihnen Gelegenheit zu schaffen, ihr Entwicklungspotenzial möglichst vielseitig auszuschöpfen.

Das Ziel der Kita ist, Kindern individuelle Wege der Aneignung der Welt zu eröffnen, und nicht, standardisiertes und überprüfbares Wissen oder Können in bestimmten Bildungsbereichen zu vermitteln.